Über die Schafe und uns

                              

In Deutschland gibt es nur wenige Züchter der hierzulande recht unbekannten Walliser Schwarznasen. Wir sind per Zufall im Jahr 2004 durch einen Fernsehbericht aus der Schweiz auf diese Rasse gestoßen und waren sofort begeistert. Wenig später zogen die ersten Jungtiere bei uns ein, sie hatten eine weite Reise hinter sich.
Züchter der schwarzen Walliser Landschafe gibt es unseres Wissens sonst in Deutschland nicht, es gibt vereinzelte Züchter
der rotbraunen Walliser Landschafe.

Auch die Züchter der Wensleydale Longwool und der Ryeland
sind nur sehr vereinzelt zu finden.

Unsere Schafe unterscheiden sehr genau zwischen ihnen bekannten Menschen und Hunden  sowie Fremden. Sie sind interessiert und neugierig aber halten erst etwas Abstand, wenn jemand Fremdes mit auf die Weide kommt. Sie sind nie panisch, aber sehr aufmerksam, wenn ein fremder Hund in ihrem Gesichtsfeld erscheint.


Wir haben bei den Schwarznasen zwar auch Herdbuchtiere und einen gekörten Widder, betreiben jedoch keine Herdbuchzucht. Immer achten wir jedoch darauf, dass die Tiere typvoll sind. Da wir mehrere Widder zur Auswahl haben, können wir Inzucht vermeiden. Die Paarungen werden überlegt ausgewählt, um gesunde, schöne und typvolle Lämmer zu erhalten. Wir betreiben eine reine Gebrauchsschafzucht.

Alle unsere Tiere sind ausgesprochen friedlich und problemlos in der Handhabung.
Unserer Meinung nach sollte man durchaus direkt auf einen Widder zugehen und ihn am Kopf anfassen können.
Auch, wenn Herrenrundeer in der Deckherde steht, d.h. zusammen mit weiblichen Tieren. Geht der Widder zum Angriff über, ist etwas verkehrt gelaufen, entweder in der Zucht, womöglich auch im Lamm-Alter ("Wie süß, er schubst schon gegen das Schienbein." Oder das andere Extrem :"Dir Mistvieh werde ich´s zeigen.").
Da wir unsere Tiere als Hobby und zur Freude halten, legen wir sehr viel Wert auf Gutmütigkeit.

Es gibt innerhalb der Herde, die von einem Leittier angeführt wird, immer wieder Rangordnungskämpfe, die jedoch selten zu Verletzungen führen.
Selbst in unserer Bockherde geht es sehr diszipliniert und ruhig zu.
Probleme kann es höchstens einmal bei Neuzugängen geben.
Da muss dann wohlüberlegt vorgegangen werden. 
Die Hörner werden nicht als Waffe eingesetzt.

Walliser Schwarznasen und Walliser Landschafe sind extensive Landschafrassen. Hochleistungsfutter ist eher schädlich. Die Auen sind asaisonal brünstig, d.h., dass sie theoretisch zwei Mal pro Jahr bedeckt werden können.
Die Fruchtbarkeit ist hoch, die Lammungen sind leicht.

Schafe eignen sich sehr gut als
Weidepfleger z.B. als Ergänzung zu Pferden. Unsere Islandpferde laufen auf der Weide gemeinsam mit den Schafen, aufgestallt und gefüttert wird allerdings getrennt. Das geschieht hauptsächlich im Interesse der Pferde, da die Schwarznasen den Pferden ausgesprochen selbstbewußt gegenübertreten.
Doch gerade wenn die Lämmer noch sehr klein sind, wäre die Gefahr einfach zu groß, dass so ein unbedarfter Winzling zwischen die Hufe gerät.

Alle unsere Schafrassen gelten als robust, doch auch die robustesten Tiere brauchen artgerechtes und qualitativ einwandfreies Futter, sauberes Wasser, Mineralien, genügend Auslauf, einen Unterstand, regelmäßige Entwurmungen und Pflege - vor allem der Klauen - und müssen einmal jährlich geschoren werden. Kein Tier kann einfach nur sich selbst überlassen werden, auch wenn es vielleicht nur den Rasen mähen soll.
Die Anschaffung sollte immer gut überlegt werden. Selbstverständlich sollte ein Schaf nie alleine gehalten werden, es sind ausgesprochene Herdentiere. Andere Tierarten zählen hier nicht!

Wir geben gerne weitere Auskünfte und haben regelmäßig Jungtiere abzugeben. Wir freuen uns nach vorheriger Absprache über Besuch.

                                                                                   



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