Wensleydale Longwool

                    Jungtier 
                   
Diese alte englische Langwoll-Rasse ist in der Region Yorkshire, dort benannt nach dem Dorf Wensley, beheimatet. Der Ursprung dieser Rasse läßt sich bis in das 16.Jahrhundert zurückverfolgen. Gezüchtet werden diese Schafe wegen ihrer besonderen Wollqualität, aber auch, weil durch ihre Einkreuzung in andere Rassen deren Fleisch- und Milchleistung deutlich verbessert wird.
Aus diesem Grund werden auch heute noch Wensleydale-Böcke zur Veredelung anderer Rassen eingesetzt. 

Diese großrahmigen, gut bemuskelten Schafe fallen vor allem durch ihre langen, feinen, glänzenden Locken auf. Die Wolle der meisten Tiere ist weiß, der unbewollte Teil der Köpfe, die Ohren und oft auch die Beine sind blau. Es gibt auch Tiere mit dunkler, fast schwarzer Wolle. Abzeichen sind nicht erwünscht. Die Beine sind oft bewollt, jedoch nur ganz fein, fast federartig. Wensleydale sind immer hornlos.

Insgesamt geben die Tiere ein sehr edles Erscheinungsbild ab. Hierzu trägt auch ihre stolze Kopfhaltung bei.

Die Wolle wird bis zu 30cm lang, sie hängt in einzelnen, gedrehten Locken herab und ist extrem weich.
Sie kann sowohl kardiert und versponnen als auch zum Basteln verwendet werden. Die feinen gekräuselten Locken eignen sich zum Effekt-Filzen oder zum Herstellen von Zwergenbärten, Engels- oder Puppenhaar.

Ausgewachsen sind die Tiere recht imposant, die Böcke wiegen durchschnittlich 130kg, die Muttern um die 100kg. Die Widerristhöhe beträgt bei den männlichen Tieren ca. 90, bei den Muttern ca. 80cm. Dabei sind die Tiere sehr hochbeinig und elegant.

Wensleydale sind sehr aufmerksam und mißtrauisch. Sie brauchen recht lange, um Vertrauen zu fassen und bleiben immer wachsam und fluchtbereit.  Von den ihnen vertrauten Menschen lassen sie sich aber gern die samtweichen Nasen streicheln.

Die Tiere gelten zwar als genügsam und robust, brauchen aber auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit und Futter als beispielsweise Landschafrassen wie unsere Schwarznasen und Walliser Landschafe.
Sie haben besondere Ansprüche an die Böden, die ihr Grundfutter liefern. Sind entsprechende Mineralien nicht vorhanden, müssen sie zugeführt werden.



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