Das Walliser Landschaf

            schwarze Walliser Landschafe

Im Gegensatz zum Walliser Schwarznasenschaf,  das nur in Deutschland nicht so stark verbreitet ist, dessen Bestand in der Schweiz aber dank vieler nebenerwerblicher Züchter gesichert ist, galt die Rasse des Walliser Landschafes oder Roux du Valais noch Mitte des letzten Jahrhunderts als nahezu ausgestorben.

Das alte Walliser Landschaf tritt in zwei Farbschlägen auf:
-dem rotbraunen Schlag, auch "älwen" genannt, und
-dem schwarzen, Lötschen- oder Lötschschaf genannten Schlag.

Die schwarzen Walliser Landschafe gibt es noch weitaus seltener als die rotbraunen. Unseres Wissens haben wir in Deutschland die einzige  Zuchtgruppe. Wir freuen uns über Kontakte zu anderen Walliser Landschafzüchtern!

Der Körperbau des Walliser Landschafes sollte tief, robust und harmonisch sein, die Geschlechtsmerkmale ausgeprägt, die Wolle lang rotbraun oder schwarz. Unsere Lämmer sind bei der Geburt tiefschwarz, doch leider ergrauen die Tiere relativ früh. Allerdings ist auch die gestichelte Wolle  sehr schön. Die Tiere haben oft kleine weiße Abzeichen am Kopf, eine kleine weiße "Mütze" auf und vor allem eine weiße Schwanzspitze.
Die Hörner sind, genau wie bei den Schwarznasen, gedreht, und stehen bei den weiblichen Tieren waagerecht vom Kopf ab, bei den Widdern sind sie korkenzieherartig gewendelt.

Die Walliser Landschafe sind meist etwas kleiner und leichter als die Walliser Schwarznasen. Ausnahmen bestätigen die Regel...

Wir haben bei unseren Tieren festgestellt, dass die Landschafe leichtfuttriger und genügsamer sind als die Schwarznasen. Ob dies jedoch zu verallgemeinern ist, können wir nicht sagen.

"Insgesamt sind die Walliser Landschafe ruhige, standorttreue Tiere. Als nicht sehr schreckhaft können sie bei entsprechender Zuwendung seitens der Halter sehr zutraulich werden. Jungtiere haben einen starken Fluchtreflex und werden erst mit der Geschlechtsreife zahm. Die Herden werden immer von einer Aue geführt, bei grösseren Gruppen kann es zu einer Abspaltung unter einer neuen Führerin kommen, es fechten dann die weiblichen Tiere die Machtkämpfe untereinander aus, unbeachtet vom Rest der Herde. Neben einer gewissen Eigensinnigkeit verfügen sie über einen stark ausgeprägten Herdeninstinkt, der klare Herdenstrukturen zulässt."
(Quelle Walliser Landschafverband)
Treffender läßt es sich nicht sagen.

zur GALERIE
                    Blackies von hinten
                       und tschüß! 



                                                                                     



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